Messeerfolgskontrolle – diese Instrumente sind sinnvoll

Messeerfolgskontrolle ist ein wichtiges Tool, um den Nutzen einer Ausstellung für das eigene Unternehmen festzustellen. Die Untersuchungsergebnisse bilden eine wichtige Grundlage für die Entscheidung, ob sich eine neuerliche Messebeteiligung rentiert. Aber wie lässt sich die Messeauswertung durchführen und welche Kriterien sind sinnvoll? Wir erklären Ihnen, wie Sie vor, nach und während einer Messe Erfolgskontrolle betreiben können und welche Instrumente aufschlussreiche Ergebnisse versprechen.

Messeerfolgskontrolle – das sind die Kennzahlen für Messeerfolg:

Um den Messeerfolg zu messen, sollten Sie verschiedene Kriterien in Ihre Untersuchung einbeziehen, die den Messeauftritt aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchten. Dazu zählen:

  • Besucherzählung als Kennzahl für den Messeerfolg
  • Messeauswertung durch Besucherbefragung
  • Messeerfolgskontrolle durch Wegeverlaufsanalyse
  • Mit Mystery Visits den Messeerfolg bewerten
  • Konkurrenzanalyse zur Nachbereitung der Messe

Um sich von den einzelnen Kriterien der Messeauswertung ein besseres Bild machen zu können und eine Vorstellung von der Durchführung der verschiedenen Methoden zu erleichtern, widmen wir uns den genannten Instrumenten der Messeerfolgskontrolle für Aussteller hier noch einmal im Detail.

1. Besucherzählung als Kennzahl für den Messeerfolg

Die Besucherzählung misst die Frequentierung des eigenen Stands im Verhältnis zu den Gesamtbesucherzahlen der Messe. Wie groß der Andrang auf der jeweiligen Ausstellung war, lässt sich dem Abschlussbericht des Veranstalters entnehmen. Die Messung der Standbesucher kann durch eigene Mitarbeiter durchgeführt werden. Die Berechnung im Stundentakt gibt Aufschluss über Stoßzeiten und bietet damit eine Grundlage für die Planung des Personaleinsatzes.

2. Messeauswertung durch Besucherbefragung

Im Gegensatz zur Besucherzählung, bei welcher für das Messen des Messeerfolgs rein quantitative Kennzahlen erfasst werden, ist die Standbefragung sowie die Besucherbefragung vor und nach dem Messebesuch eine Möglichkeit, subjektive Eindrücke der Besucher festzuhalten.

2.1 Standbefragung

Die Standbefragung erfolgt auf Grundlage einer repräsentativen Stichprobe und sollte durch einen kurzen, standardisierten Fragebogen durchgeführt werden. Diese Vorgehensweise empfiehlt sich, da die Besucher in diese Form der Messeerfolgskontrolle in der Regel durch terminlichen Stress und den allgemeinen Messetrubel nur wenig Zeit investieren können. Zur späteren Messeauswertung können Fragen bezüglich persönlicher Daten (Alter, Geschlecht und Beruf bzw. Branche), Motivation für den Messe- bzw. Standbesuch, positiven sowie negativen Eindrücken vom Messestand und Verbesserungsvorschlägen gestellt werden.

2.2 Befragung vor und nach dem Messebesuch

Eine Befragung vor dem Messebesuch dient vor allem dazu, Erwartungen der bestehenden Kunden an den Messeauftritt des eigenen Unternehmens festzuhalten und diese in der Nachbereitung mit der Auswertung der Fragen nach dem Messebesuch zu vergleichen. Im Anschluss an die Veranstaltung können Befragte dagegen den Auftritt oft besser reflektieren und im Vergleich zu den gesammelten Eindrücken bei der Konkurrenz besser einordnen. Für eine Befragung im Nachhinein sollten auf der Messe die Kontaktdaten der Personen aufgenommen sowie deren Einverständnis eingeholt werden. Zur Messeauswertung Fragen mit einigen Vor- bzw. Nachlauf zu stellen, bietet den Vorteil, dass sich die Teilnehmer im Vergleich zur Standbefragung in der Regel deutlich mehr Zeit nehmen und bei den Antworten mehr ins Detail gehen können. Der Zeitraum zwischen Messebesuch und Befragung sollte allerdings nicht mehr als einige Wochen betragen, um verlässlich den Messeerfolg messen zu können.

3. Messeerfolgskontrolle durch Wegeverlaufsanalyse

Durch die Wegeverlaufsanalyse kann die Frequentierung der entsprechenden Standbereiche kontrolliert werden. Außerdem können Rückschlüsse auf die Qualität der Anordnung der einzelnen Teilabschnitte und Besucherführung für den nächsten Messebesuch gezogen werden. Die Wegeverlaufsanalyse als Methode der Messeerfolgskontrolle für Aussteller kann durch Befragung oder Begleitung der Kunden durchgeführt werden.

4. Mit Mystery Visits den Messeerfolg bewerten

Durch sog. Mystery Visits auf einer Messe lässt sich die Betreuung der Besucher untersuchen. Neutrale Testpersonen geben sich hierbei als gewöhnliche Besucher aus und bewerten das Standpersonal hinsichtlich Kundenorientierung, Beratungsqualität, Fachkompetenz, Serviceorientierung und Qualitätsstandards. Durch diese Form der Messeauswertung lassen sich detaillierte Rückschlüsse auf Möglichkeiten für Verbesserungen im Hinblick auf Auswahl und Schulung des Personals für die folgende Messe ziehen. Messeerfolgskontrolle dient hier auch der Personalbewertung.

5. Konkurrenzanalyse zur Nachbereitung der Messe

Da die Messe ein Tummelplatz für Konkurrenten und Mitbewerber ist, bietet dieses Forum eine hervorragende Möglichkeit zur Messeerfolgskontrolle durch Konkurrenzanalyse. In diesem Zusammenhang blohnt es sich, die Messestände der Konkurrenz einer genauen Beobachtung zu unterziehen und diese bezüglich der Kriterien Gestaltung, Frequentierung, Atmosphäre und Wirkung zu untersuchen. Stellen Sie hierfür als Vorbereitung einen umfangreichen Kriterienkatalog zusammen und arbeiten Sie diesen mit Punkt für Punkt mit mehreren Mitarbeitern ab. Zur Nachbereitung der Messe bietet es sich an, diese mit den Ergebnissen der eigenen Standbefragungen sowie Vorher-Nachher-Untersuchungen zu vergleichen, um die eigene Performance in Relation zu den Konkurrenten zu setzen.

Messeauswertung – jetzt kennen Sie die richtigen Kriterien

Dank der Instrumente Besucherzählung, Besucherbefragung, Wegeverlaufsanalyse, Mystery Visits und Konkurrenzanalyse können Sie Messeerfolgskontrolle mit professionellen Methoden betreiben, welche Ihnen Rückschlüsse auf Verbesserungspotenziale für die zukünftige Planung Ihrer Messeauftritte geben kann. Eine umfangreiche Messeauswertung macht vor allem unter dem Gesichtspunkt Sinn, dass ein Messeauftritt bei entsprechender Herangehensweise zu teuer ist, um diesen unreflektiert verstreichen zu lassen.